Doofe Golfer

Es ist allgemein bekannt, dass Golf eine der schwierigsten Sportarten überhaupt ist. Was weniger bekannt ist: Golfer sind doof. Zur Ausübung seines Sports braucht der Fussballer einen Fussball, der Tennisspieler einen Tennisball und ein Racket, nur der Golfspieler braucht Schläger, Bälle - nicht einen, Dutzende - einen Golfsack, einen Zählrahmen, ein mobiles Regelbuch und jede Menge Accessoires für seine endlosen Bemühungen, diesen Sport nie zu erlernen. Milliardenschwere Industrien leben von den doofen Golfern. Die einen verkaufen Holzabfälle als Tees, andere alles bis hin zur mobilen Trainingsanlage. Das Auto mit Standheizung steht in der Kälte und die Garage mutiert im Winter zur Driving-Range. Dazwischen gibt es nichts, was es nicht gibt.Ein Golfer, dem der Pro sagt, «Du machst noch die gleichen Fehler wie vor zehn Jahren, nurJetzt viel methodischer», denkt nicht daran, seine Schläger zu verschenken, den Sack zu verschenken, mit den Bällen dem Nachbarn die Scheiben einzuwerfen und die Tees als Anfeuerholz zu nutzen. Das alles wäre logisch. Nein, er kauft Hilfsmittel zur Erlernung dieser völlig missratenen Sportart. Da gibt es gut und teuer aussehende Riemen, um die Arme beim Schwung zusammen zu binden, alle Arten von Winkeln aus Plastik für die richtige Beugung der Knie, die richtige Beugung der Arme, die richtige Beugung des Kopfes, die richtige Beugung der Handgelenke usw. Wenn dann endlich alles montiert ist, hat er noch keinen Ball geschlagen, geschweige denn einen Schwung gemacht, der wenigstens eine kleine Chance offen lassen würde, den Ball auch wirklich zu treffen. Und weil er auf dem Platz die Hilfsmittel sowieso nicht brauchen darf - so doof sind sie nun auch wieder nicht, die Golfer - ist er dann erst recht aufgeschmissen, wenn er's am nötigsten hätte. Sie nicht, ich weiss, aber denken Sie daran: Golfer sind ...